Das Projekt Berufs- und Lebensplanung 2026
In dem Projekt Berufs- und Lebensplanung entwickeln die Schüler*innen eine Vision, wie ihr Leben einmal aussehen könnte, im Hinblick auf den angestrebten Beruf, die Lebensform in der sie später leben und Hobbies, denen sie nachgehen möchten.
In dem Projekt arbeiten Mädchen und Jungen getrennt voneinander. Die Schüler*innen werden von den Sozialpädagoginnen und Lehrerinnen betreut, während die Klassenlehrkräfte mit den Jungen arbeiten. In Form einer Collage visualisieren die Schüler*innen die genannten Bereiche und stellen sie der Gruppe vor. Es wird über Elternzeit gesprochen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie diskutiert und die Vor- und Nachteile verschiedener Betreuungsformen in den Blick genommen.
Anhand eines Interviewbogens, den die Schüler*innen von berufstätigen Frauen mit Kindern ausfüllen lassen, erkennen sie Stolpersteine und Brüche in den Biografien und können daraus lernen.
Ein Fragebogen zur Selbst -und Fremdeinschätzung im Hinblick auf Interessen, Eigenschaften und Fähigkeiten ermöglicht ihnen zu überprüfen, ob diese mit ihrem angestrebten Berufswunsch korrespondieren. Nach dem Motto „ Was kostet das Leben ?“ werden die Schüler*innen vor die Aufgabe gestellt zu berechnen, wieviel Geld sie für Lebenshaltungskosten und andere Posten veranschlagen müssen beim Bezug einer eigenen Wohnung mit dem Gehalt ihres Wunschberufes. Viele Kinder realisieren, dass die Kosten, die sie veranschlagen, weit über dem liegen, was ihr Verdienst vorsieht. Auch das kann ein „ Aha- Effekt“ sein, um sich für lukrativere Berufe mit besseren Entwicklungsmöglichkeiten zu interessieren.
Am Tag der Betriebsfelderkundung lernen die Schüler*innen verschiedene Betriebe kennen, wie die Bogestra, ZiNQ, Masterflex und Gelsenwasser. Sie erhalten Einblick in interessante Ausbildungs- und Studienberufe.
Ein besonderes Highlight ist in diesem Jahr, dass die Mädchen den Betriebshof der Bogestra Bochum besichtigen dürfen. Sie sehen sich verschiedene Busse und auch nostalgische Straßenbahnen an und dürfen, unter Anleitung eigenständig am Steuer sitzen und über den Betriebshof fahren.
Außerdem sind sie zu Gast in der Azubi- Werkstatt und erstellen dort ein Geschicklichkeitsspiel. Sie erhalten Einblick in die verschiedenen Ausbildungsberufe und werden über die Bereiche Mechanik, Elektronik und Pneumatik informiert. Zum krönenden Abschluss wurden sie sogar mit dem Bus bis zum Ückendorfer Platz zurückgefahren.
Die Informationsveranstaltung durch die Berufsberaterin findet in der Schule statt und wird von Mädchen und Jungen gemeinsam besucht. Die Schüler*innen können in Form von Übungen ihren beruflichen Fähigkeiten auf die Spur kommen und lernen das Tool „ Check you“ kennen. Sie lösen ein Escape Game und erhalten ihre wohlverdiente Belohnung.
Am letzten Tag werden die Mädchen von den Jungen in die jeweiligen Jugendheime eingeladen. In einem schönen Ambiente, bei einem leckeren Frühstück lässt man die Woche Revue passieren und tauscht Erfahrungen und Arbeitsergebnisse aus. Die Schüler* innen erlebten die Veranstaltung als sehr gelungen und informativ.
B. Schwartz- Brosch
Dipl. Sozialpädagogin







