Erasmus-Fortbildung in Helsinki – Managing digital distractions

Vom 1. bis zum 6. Dezember nahmen wir an einer Erasmus-Fortbildung in Helsinki teil, die sich intensiv mit dem Umgang mit digitalen Ablenkungen sowie Strategien zur Steigerung der Aufmerksamkeit beschäftigte. Das einwöchige Programm bot eine gelungene Mischung aus theoretischen Impulsen, praktischen Übungen und internationalem Austausch.

Ein zentraler Bestandteil der Fortbildung waren neurowissenschaftliche Grundlagen zum Einfluss digitaler Medien auf das menschliche Gehirn. Wir erhielten spannende Einblicke darin, wie Aufmerksamkeit entsteht, welche Rolle Dopamin bei digitalen Reizen spielt und warum insbesondere Jugendliche anfällig für Ablenkungen durch Smartphones und soziale Medien sind.

Auf Grundlage dieser Erkenntnisse entwickelten wir konkrete Ideen für den schulischen Alltag. Dazu gehörten unter anderem Ansätze für einen bewussteren, reflektierten Umgang mit digitalen Endgeräten im Unterricht sowie Möglichkeiten, Medienkompetenz stärker in den schulischen Ablauf einzubetten. Ergänzend dazu lernten wir allgemeine Techniken zur Konzentrationssteigerung, etwa strukturierte Pausenmodelle, Atemtechniken und Methoden zur Verbesserung der eigenen Arbeitsorganisation kennen.

Besonders bereichernd waren zudem die spielerischen Herangehensweisen, mit denen Konzentration und Erinnerungsvermögen auf motivierende Weise trainiert werden können. Einige dieser Methoden werden wir gerne mit unseren Schülerinnen und Schülern ausprobieren und bei Erfolg auch langfristig etablieren.

Ein weiterer Schwerpunkt dieser Woche war der internationale Austausch. Wir konnten uns mit Kolleginnen und Kollegen aus Portugal, Spanien, Italien und Kroatien vernetzen und erhielten interessante Einblicke in deren Schulsysteme sowie in den dortigen Umgang mit sozialen Medien. Darüber hinaus bot sich die Gelegenheit, mehr über das finnische Schulsystem zu erfahren, das für seine moderne Pädagogik und seinen hohen Grad an Selbstverantwortung der Lernenden bekannt ist.

Insgesamt war es eine sehr bereichernde und inspirierende Woche, aus der wir viele neue Impulse mitnehmen. Wir freuen uns darauf, unsere Erkenntnisse und Ideen mit dem Kollegium zu teilen und gemeinsam weiterzuentwickeln.

C. Groß-Wichert und J. Doktor