Love & Robots an der GSÜ

„Alles was wir brauchen ist Liebe. Ein bisschen Schokolade hier und da kann aber auch nicht schaden.“ sagte schon Charles Schulz. Vor diesem Hintergrund erfüllte das vierte Code Camp an der GSÜ gleich beide Voraussetzungen: ein Roboter verkündete über sein Display Liebesbotschaften und machte sogar einen Heiratsantrag und das für alle bereit gestellte Studentenfutter enthielt leckere Schokoladensplitter.

Auch ein Ausspruch von Miguel de Cervantes passt sehr gut zum gemeinsamen konstruieren und programmieren von Robotern: „Alles, worauf die Liebe wartet, ist die Gelegenheit.“ Und genau diese bekamen die SchülerInnen der Roboter-AG am 15. und 16.12., so dass sie an beiden Tagen ganztägig kreativ tätig sein konnten. Passenderweise waren zwei Tage zuvor die Aufgaben für den neuen landesweiten Robotik-Wettbewerb des ZDI veröffentlicht worden. Daher entwickelten die fleißigen jungen Baumeister und Ingenieure der AG fünf verschiedene Roboter-Modelle, die jeweils ein bis zwei der Aufgaben lösen sollen.

Laut Senta Berger ist „Liebe eine Komposition, bei der die Pausen genauso wichtig sind wie die Musik.“ Da man sich beim Programmieren von Fehler zu Fehler durcharbeitet und bei jedem Schritt schaut, um man den Roboter umbauen oder das Programm verändern muss, sind Pausen angesichts der anstrengenden Arbeit sehr wichtig. Hier bekamen die Kinder nicht nur gesunde Snacks gestellt, sondern durften in der Pause auch ein warmes Mittagessen nach Wahl bestellen, so dass sich mittags alle bei verschiedenen Gerichten der indischen, italienischen und amerikanischen Küche erholen konnten, um nach der Pause gestärkt weiter zu arbeiten.

Beim Programmieren selbst gilt dann der berühmte Ausspruch von Antoine de Saint-Exupery: „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Während der Roboter für den Zuschauer nur kleine Strecken zurückzulegen scheint und dabei Dinge von einem Ort zum anderen befördert, steckt dahinter ein auf der Programmiersprache Python basierender visualisierter Programmcode. Mit diesem wird dem Roboter gesagt, wann er welchen Motor benutzen soll, wie weit er sich bewegen muss und welche Werte die Sensoren messen sollen, damit das Programm die Aufgabe lösen kann.

Sowohl die zahlreichen Neuzugänge der Roboter-AG als auch die „alten Hasen“ haben dabei in zwei Tagen sehr viel geschafft. Dabei entdeckten die SchülerInnen auch neue Funktionen: indem sie die Pixel des Displays einzeln ansteuerten, konnte einer der Roboter Botschaften überbringen und sogar einen aus Lego gebauten Ring überbringen. So flitzten zwischendurch immer wieder Roboter herum, mit denen die Konstrukteure frei nach Nat King Colde Nettigkeiten austauschen konnten: „The greatest thing to ever learn is to love and be loved in return.“ Am Ende des ersten Videos sieht man ein schönes Beispiel für diese neu entdeckte Funktion.

Der nächste Schritt wird sein, einen Roboter zu bauen, der für alle neun Aufgaben geeignet ist – denn beim Wettbewerb im April darf nur ein einziger verwendet werden, der so viele Aufgaben löst, wie er es in drei Minuten schafft. Auf die weitere Arbeit und den Wettbewerb freuen sich alle schon sehr, so dass die gemeinsame Stimmung sich mit den Worten von Janosch gut zusammenfassen lässt: „‚O Bär‘, sagte der Tiger, ‚ist das Leben nicht unheimlich schön, sag!‘ ‚Ja‘, sagte der kleine Bär, ‚ganz unheimlich schön.’“