ROBOCOM-Wettbwerb 2019

Am 14.06.2019 nahm die Gesamtschule Ückendorf am Robocom-Wettbwerb der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen teil und erkämpfte sich den 12. Platz. Von den 32 Teams, die sich beworben hatten, traten 17 unter dem wachsamen Auge von Professor Rüter in den Räumlichkeiten der Hochschule gegeneinander an.

Seit Januar haben sich die Mannschaften auf den Wettbwerb vorbereitet, indem sie einen eigenen Roboter konstruiert und programmiet haben. Ziel der Arbeit war es, einen Roboter zu konstruieren, der selbstständig einer schwarzen Linie unbekannter Form und Länge folgt, am Ende der Linie einen Tennisball erkennt und ihn über eine Mauer in ein zwei Meter entferntes Tor schießt, das in einem unbekannten Winkel zur Linie steht.

Wobei die Angabe “ein” Roboter der Arbeitsleistung der Schülerinnen und Schüler der AG kaum gerecht wird. Im Rahmen der zweistündigen AG, drei ganztägiger Workshops und so mancher Stunde zusätzlicher Freizeit wurde der Prototyp immer wieder umgebaut, modifiziert und mehrfach von Grund auf neu konstruiert – zuletzt beispielsweise, um den Roboter von einem Radantrieb auf einen Antrieb mit Panzerketten umzurüsten, da das durch immer neue Anbauten gestiegene Gewicht des Roboters in Kurven die Räder an Bodenhaftung verlieren lies.

Dabei wurden nicht nur Legoteile verwendet, sondern die Schülerinnen und Schüler sägten, feilten, schraubten und hämmerten aus Alumininum, Holz und Einmachgummibändern eine Abschusskonstruktion zusammen, welche die nötige Energie aufbrachte, um den Ball weit und hoch genug zu schießen.

Für die Programmierung nutzen sie Farb-, Ultraschall- und Infrarotsensoren, um dem Roboter eine Orientierung im Raum gemäß der Aufgabenstellung zu ermöglichen. Der letzte der drei Sensoren wurde dabei kurz vor dem Wettbewerb eiligst mit der Unterstützung des Energy Lab des Wissenschaftsparks Gelsenkirchens extra angeschafft, um die Ortung des Tennisballes zu ermöglichen. Generell muss hervorgehoben werden, dass ohne die intensive Kooperation mit dem Wissenschaftspark, der uns während des gesamten Schuljahres nicht nur mit aktuellen EV3-Robotersets und Laptops, die außerhalb der Schule zu benutzen waren, unterstützte, sondern auch stets mit Rat und Tat zur Seite stand und so den Schülerinnen und Schülern die Grundlagen, Feinheiten, Tücken und – vor allem – dem Spaß am Programmieren näher brachte.

Da uns im kommenden Schuljahr nicht “nur” der Wissenschaftspark weiter unterstützt, sondern die Sparkasse Gelsenkirchen, das Erasmus-Projekt und die Fachschaft Technik uns die Anschaffung neuer Hardware ermöglichen, kann die Roboter-AG für das kommende Schuljahr weitere Schülerinnen und Schüler aufnehmen und sich neuen Herausforderungen stellen. Denn wie heißt es so schön: nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb.